Verein für rechtliche Betreuung e.V.
Ulmenstraße 43, 09112 Chemnitz

WG für an Demenz erkrankte Menschen

Die Mitarbeiter des Vereins für rechtliche Betreuung Chemnitz e.V. betreuen (§1896 BGB) u. a. ältere Menschen, von denen einige von Altersdemenz oder der Alzheimerschen Krankheit betroffen sind. Viele von ihnen leben in Pflegeheimen oder werden in der eigenen Wohnung ambulant betreut.

VfRB-Wohnform, in der mehrere Menschen zusammenleben können

Wir suchten nach einer Wohnform, in der mehrere Menschen zusammenleben können und gleichzeitig eine individuelle und familienähnliche Betreuung gewährleistet werden kann.

Eine Fernsehreportage über eine Demenz-WG in Berlin inspirierte uns, etwas ähnliches auch hier in Chemnitz ins Leben zu rufen. Ein Besuch in Berlin bei Herrn Pawletko vom Verein Freunde alter Menschen e. V., wo wir Tipps und weitere Informationen erhielten, bestärkte uns in unserem Vorhaben.

Wir suchten eine geeignete Wohnung in Chemnitz, was nicht ganz so einfach war, trotz vieler leerstehender Wohnungen. Im Sommer 2002 bekamen wir ein Wohnungsangebot, was unseren Vorstellungen entsprach. Die Mieter bzw. deren Vertreter schlossen sich zu einer Auftraggeber-Gemeinschaft zusammen. Diese wählte einen Pflegeanbieter zur Erbringung der pflegerischen, hauswirtschaftlichen und sozialen Leistungen.

VfRB-Die Küche ist so geräumig, dass alle Bewohner darin essen

Jeder Bewohner unterschrieb, beziehungsweise deren Vertreter, einen eigenen Mietvertrag. Diese Wohngemeinschaft stellt somit einen privaten Haushalt dar. Die Miete setzt sich aus der Zimmergröße und einem Siebentel der Gesamtnutzungsfläche zusammen. Dazu gehören Küche, Bäder, Flur und die Aufenthaltsräume.
Außerdem bieten zwei große miteinander verbundene Wohnzimmer viel Platz zum Basteln, Spielen, Musik hören, Fernsehen und geselligen Zusammensein.

Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer, welches er ganz nach seinem Geschmack einrichten und dekorieren kann.

VfRB-Wohnform, in der mehrere Menschen zusammenleben könnenIn der Wohngemeinschaft gibt es keinen festen Tagesablauf, dem sich alle anpassen müssen. Aufgrund der kleinen Bewohnerzahl kann alles persönlich und individuell geregelt werden. Die Aktivitäten werden den Interessen und Fähigkeiten der Bewohner angepasst.
In der Wohngemeinschaft findet ein ganz „gewohntes“ Alltagsleben statt. Das heißt: nach der Morgentoilette wird der Tisch gedeckt und gefrühstückt, anschließend wird aufgeräumt, Wäsche gewaschen, gebügelt und gelegt, gebastelt, gesungen und spazieren gegangen.

An allen anfallenden Tätigkeiten können sich die Bewohner der WG ganz nach Lust und individuellem Können beteiligen. Wer nach dem Mittagessen schlafen möchte, kann dies tun, wer nicht mag, hat trotzdem einen Ansprechpartner, der sich Zeit für ihn nimmt, ihm zuhört und mit ihm spricht.

VfRB-Wohnform, in der mehrere Menschen zusammenleben könnenDie Bewohner müssen die Wohngemeinschaft nicht verlassen und können dort leben und sterben.

Nochmals zu betonen ist, dass es sich bei der WG um keine Einrichtung handelt, sondern um eine private Initiative der Angehörigen und Betreuer. Sie haben in der Hand ob diese Wohnform eine Chance hat, indem sie Ideen einbringen aber auch Verantwortung übernehmen. Z. B. die Verwaltung der WG, die Mitwirkung bei der Gestaltung des Alltags.

.. Hier ist sachliche Kritik, motivierendes Lob aber auch Einsatz gefragt.

Aufgrund der positiven Erfahrungen unterstützten wir interessierte Angehörige nochmals 2008 und 2012 bei der Gründung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften.

Wenn Sie sich für einen Platz in einer Demenz WG interessieren, rufen Sie bitte beim Pflegedienst Heike Henke an Tel. Nr. 0371 2621968.


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